Anmeldedatum: 13.01.2004 Beiträge: 6345 Wohnort: Fukiage (Kounosu), Saitama Ken
Verfasst am: 19.08.2005 - 16:38:22 Titel:
Arlong85 hat Folgendes geschrieben:
Dragonsf hat Folgendes geschrieben:
Ein normaler Mensch kann das garnicht schaffen.
:klugscheiss:
gar nicht wird gar nicht zusammen geschrieben!
ist es denn so schwer den/das "nikyuu" zu schaffen? (Ich hab kA was das ist)
Halt dich nicht an meinen Tippfehlern auf: wir haben 11;30, es sind 30 Grad und ich habe mein Quantum Bier und Sake intus. Schau doch mal in die Vorraussetzungen fuer den 2 kyuu rein. Gibt es einen Thread zu. Du wirst dich wunder, den das bedeutet verhandlungsfaehiges Japanisch. Du musst dich mich den Legalitaetem auskennen und mit Kunden direkt verhandeln koennen. Ausserdem wird stoerungsfreies Vortragen erwartet.
_________________ Chief: [on phone] Max, where in the world are you?
Maxwell Smart: [on payphone] Well Chief, I thought I needed a little vacation so I came to St. Germain island.
Chief: St Germain Island? Max, I need you!
Maxwell Smart: Big assignment, eh?
Chief: No, you left with my car keys
Davon abgesehen: also besagter Mensch hat erst den 2 kyuu geschafft, dann 2/3 Jahre Japanisch studiert und ist dann fuer 1 Jahr nach Japan gegangen?
Wie lange hat er denn vor dem JLPT Jap. gelernt?
Geht es hier nicht um eine hypothetische Situation, die noch gar nicht eingetreten ist?
Während meines Japanaufenthaltes habe ich einen Franzosen getroffen, der den 2-kyuu geschafft hatte... nach etwa 1,5 Jahren Japanaufenthalt, aber ich habe keine Ahnung, wie lange er vorher gelernt hatte...
Ich für meinen Teil habe noch keinen JLPT mitgemacht, da mich das Konzept dieses Tests ein wenig stört, von daher habe ich keine Ahnung, wie anspruchsvoll dieser Test eigentlich ist.
Ui, die Vorraussetzungen sind nicht von schlechten Eltern! Wie will man denn soviel Stoff in 2Jahren lernen?
_________________ Wenn's klappert ist's wenigstens noch dran
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Verfasst am: 19.08.2005 - 16:46:59 Titel:
Arlong85 hat Folgendes geschrieben:
Achso,wenn das so ist.
Ui, die Vorraussetzungen sind nicht von schlechten Eltern! Wie will man denn soviel Stoff in 2Jahren lernen?
Gar nicht! Siehe:
Level 2 (schwer)
Vokabeltest 35 min, Hörtest 40 min, Grammatiktest 70 min.
Der Prüfling muß gute Kenntnisse der japanischen Grammatik besitzen, etwa 1000 Kanji und 6000 Vokabeln kennen und genügend Japanisch beherrschen, um über allgemeine Themen zu sprechen, zu lesen und zu schreiben. Dieser Level wird normalerweise nach 600 Unterrichtsstunden erreicht.
600 Stunden (bie 3 Wochen-Stunden) erfordern mindest 4 Jahre Studium vor Ort.
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Verfasst am: 19.08.2005 - 16:47:09 Titel:
Arlong85 hat Folgendes geschrieben:
Achso,wenn das so ist.
Ui, die Vorraussetzungen sind nicht von schlechten Eltern! Wie will man denn soviel Stoff in 2Jahren lernen?
Gar nicht! Siehe:
Zitat:
Level 2 (schwer)
Vokabeltest 35 min, Hörtest 40 min, Grammatiktest 70 min.
Der Prüfling muß gute Kenntnisse der japanischen Grammatik besitzen, etwa 1000 Kanji und 6000 Vokabeln kennen und genügend Japanisch beherrschen, um über allgemeine Themen zu sprechen, zu lesen und zu schreiben. Dieser Level wird normalerweise nach 600 Unterrichtsstunden erreicht.
600 Stunden (bei 3 Wochen-Stunden) erfordern mindestens 4 Jahre Studium vor Ort.
_________________ Chief: [on phone] Max, where in the world are you?
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Chief: St Germain Island? Max, I need you!
Maxwell Smart: Big assignment, eh?
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FYI: Mein Boss (Deutscher), hat Japanisch und BWL studiert, ist mit einer Japanerin verheiratet und lebt seit 2 Jahren in Japen und hat nach eigenem Bekunden nikyuu grerade mal erreicht. Doof ist er nicht, sonst waere er bestimmt nicht zum CEO ernannt worden.
Also, wenn besagte Person den Nikyuu (ohne in Japan laengere Zeit gewesen zu sein) geschafft hat (also den JLPT bestanden hat), dann ist er ein Genie (nach 2 Jahren Studium) und braucht sich ueberhaupt keine Sorgen zu machen.
Ein normaler Mensch kann das gar nicht schaffen.
Davon abgesehen: also besagter Mensch hat erst den 2 kyuu geschafft, dann 2/3 Jahre Japanisch studiert und ist dann fuer 1 Jahr nach Japan gegangen?
Wie lange hat er denn vor dem JLPT Jap. gelernt?
Also ich kann nur von mir reden . . . ich war genau 12 Monate in Japan und habe dann noch 2 Monate Selbststudium betrieben. Ich bin nach Japan und konnte nicht mal Hiragana ! Ich habe den JLPT 2 im Dezember um ganz wenige Punkte verpasst. Und glaub mir . . . Ich bin weiss Gott kein Genie.
Ich moechte jedoch noch ausdruecklich darauf hinweisen, dass der JLPT 2 und erst Recht der JLPT 1 verdammt schwer sind, jedoch meines Erachtens nicht immer aussagen, ob die betreffende Person auch wirklich Japanisch kann. Es gibt Leute, die ihn nicht schaffen und sehr gut sind. Es gibt auch Leute, die ihn machen und nicht fliessend Sprechen koennen. Da er kein ,,Sprechen" testet und mit der Multiple Choice-Variante schon mal 25 Prozent schenkt bzw. oft geraten werden kann. Ausserdem ist die Konzeption so aufgebaut, dass den Test eigentlich nur der bestehen kann, der ihn kennt und sich darauf vorbereitet hat. So haben wir aus Witz einer 20jaehrigen JAPANERIN den JLPT 1 vorgelegt und sie hat ihn nicht bestanden.
Dragonsf hat Folgendes geschrieben:
Du wirst dich wunder, den das bedeutet verhandlungsfaehiges Japanisch. Du musst dich mich den Legalitaetem auskennen und mit Kunden direkt verhandeln koennen. Ausserdem wird stoerungsfreies Vortragen erwartet.
Ui, die Vorraussetzungen sind nicht von schlechten Eltern! Wie will man denn soviel Stoff in 2Jahren lernen?
Gar nicht! Siehe:
Zitat:
Level 2 (schwer)
Vokabeltest 35 min, Hörtest 40 min, Grammatiktest 70 min.
Der Prüfling muß gute Kenntnisse der japanischen Grammatik besitzen, etwa 1000 Kanji und 6000 Vokabeln kennen und genügend Japanisch beherrschen, um über allgemeine Themen zu sprechen, zu lesen und zu schreiben. Dieser Level wird normalerweise nach 600 Unterrichtsstunden erreicht.
600 Stunden (bei 3 Wochen-Stunden) erfordern mindestens 4 Jahre Studium vor Ort.
Na ja, ich denke schon, dass es nach zwei Jahren intensivem Japanischstudium schon möglich ist, Stufe 2 zu schaffen. 1000 Kanji sollte man in dieser Zeit schon lernen können, wenn einem der Aufenthalt in Japan fehlt, wird die Hörverständnisaufgabe wahrscheinlich das größte Problem sein. Stufe 1 ist natürlich wieder eine ganz andere Geschichte...
Edit: Bei uns anner Uni gab es angeblich auch schon Leute, die nach unserem zweijährigem Intensivkurs den nikyuu geschafft haben.
Na ja, ich denke schon, dass es nach zwei Jahren intensivem Japanischstudium schon möglich ist, Stufe 2 zu schaffen. 1000 Kanji sollte man in dieser Zeit schon lernen können, wenn einem der Aufenthalt in Japan fehlt, wird die Hörverständnisaufgabe wahrscheinlich das größte Problem sein. Stufe 1 ist natürlich wieder eine ganz andere Geschichte...
.
Richtig, das Hoeren wird schwer ohne dort gewesen zu sein. Dies ist jedoch nicht das Hauptproblem.
Die Kanji sind auch nicht das Problem. Fast alle, die den Test gemacht haben, fanden den Teil des Lesens am Schwersten. Hier musst du in sehr kurzer Zeti einen Artikel verstehen und Fragen beantworten. Die Antworten sind oft nur sehr im Detail unterschiedlich und da kann ein Woertchen entscheidend sein. Und natuerlich wissen die wo die gaijin ihre Fehler machen.
Aber nochmal zurueck zum Thema. Es gab noch immer keine Antwort auf mein erstes Posting. Was ist an dem AWS auszusetzen ?
Anmeldedatum: 13.01.2004 Beiträge: 6345 Wohnort: Fukiage (Kounosu), Saitama Ken
Verfasst am: 20.08.2005 - 04:01:31 Titel:
Frage: warum hast du den JLPT denn ueberhaupt gemacht? Erstens fragt sowieso niemand hier in J nach dem Schein, zweitens wird fuer das taegliche Berufsleben die falschen Faehigkeiten abgefragt.
Kommst du mit deinem Anspruch "Ich habe fast den JLPT 2kyuu" geschafft in eine Bewerbungsgespraech rein und du hast keine Ahnung von der Materie, bist du schnell wieder draussen. Fliessend Japanisch sprechende gibt es hier ja genug (die auch alle keinen Job haben, aber dafuer kein Visum brauchen)
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Um auf das Thema zurückzukommen: Was ich mit "Zeitverschwendung" meine, ist daß das AWS-Studium mehr verspricht, als es tatsächlich leistet. Klar braucht man nicht alles, was im Studium vermittelt wird, im Berufsleben, und das dafür notwendige lernt man ohnehin on the job.
Aber die BWLer (mit denen wir zusammen im Schwerpunktstudium gesessen haben) nehmen die Wirtschaftssachen einfach besser und intensiver durch. Wir streifen viele Themen nur, manche behandeln wir gar nicht. Dazu kommt die z.T. schlechte Qualität der Lehre an der HS Bremen.
Der einzige Vorteil des Studiums (und deswegen habe ich es auch gemacht) ist das Auslandsjahr, welches Pflicht ist. Und da wird einem viel geholfen.
Um es so auszudrücken: Eine der Profs hat uns ganz klar zu verstehen gegeben, daß wir Schnittstellenkompetenzler sind. D.h., daß wir nicht diejenigen sind, die mit den Japanern die dicken Geschäfte machen, sondern wir sind die, die die Japaner vom Flughafen abholen und ihnen die Stadt zeigen etc.
Natürlich kommt es immer drauf an, was man daraus am Ende macht. Aber der Jobgarant ist es nicht.
Nachtrag: Wenn ich heute die Wahl hätte, dieses Studium zu machen oder ein ordentliches Handwerk zu lernen, würde meine Wahl auf letzteres fallen. Oder wenn unbedingt wirtschaftsbezogen studieren, dann einen internationalen Studiengang oder gleich im Ausland.
Das AWS-Studium ist meiner Meinung nach zu sehr kastriert: Eine andere Fächerwahl und -Zusammenstellung wäre hilfreich. aber man behält die Struktur des BWL-Studienganges bei und kürzt diese einfach. Meiner Erfahrung nach einfach unzureichend, um wirklich Kompetenzen zu vermitteln, im vergleich zur klassichen BWL.
@DieSibi:
Zitat:
Ich würde sehr gerne eine Meinung über die Qualität dieses Studiengangs hören (bzw. lesen). Was denkt über eueren Studiengang ?
Das war gefragt, und ich habe meine Meinung dazu wiedergegeben. Ich muß mich hier nicht rechtfertigen für die Erfahrungen, die ich gemacht habe. Ich persönlich hätte mir einfach gewünscht, inhaltlich besser auf das vorbereitet zu werden, was mich im Berufsleben erwartet, jedenfalls in einem Maße, in dem das möglich und realistisch ist.
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