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Verfasst am: 08.02.2010 - 11:33:36 Titel:
Zitat:
Ich habe aber beobachtet (hatte 5 Chinesischlehrer und 3 Japanischlehrer), dass die Lehrer meist nichts von einer Ähnlichkeit hören wollen. Während Chinesen noch halbwegs damit leben können, dass ein großer Teil ihrer Sprache nach Japan exportiert wurde (da könnte ein Stückchen Stolz dabei sein), sind Japaner bei diesem Thema doch besonders vorsichtig.
Das ist ja auch vollkommener Unsinn, es wurde vielleicht ein Großteil der Schriftsprache übernommen, aber chinesische Sprache und japanische Sprache unterscheiden sich darüber hinaus merklich.
Das mit der On-Lesung sehe ich immer noch kritisch.
Je nach Dynastie wurde für die Zeichen eine andere Lesung übernommen.
Nehmen wir mal das "kô" von "ryokô" (Reisen) (bin grad auf Arbeit und kann keine Kanji schreiben).
Dieses kann man mal "kô", mal "gyô" oder auch mal "an" lesen. Die Lesungen kann man alle aus dem Chinesischen ableiten, nur weiß man eben selten, welche davon - je nach Einzelfall - die richtige ist.
Und dann kommen da ja noch die tollen Bedeutungswandlungen dazu, bspl. "tagami". _________________ 「九識の窓の前。十乘の床のほとり に。瑜伽の法水 をたたへ。三密の月を澄ます所に。案内申さんとは如何 なる者ぞ」
Das ist ja auch vollkommener Unsinn, es wurde vielleicht ein Großteil der Schriftsprache übernommen, aber chinesische Sprache und japanische Sprache unterscheiden sich darüber hinaus merklich.
Sie gehören unterschiedlichen Sprachfamilien an, ja.
Bastian hat Folgendes geschrieben:
Das mit der On-Lesung sehe ich immer noch kritisch.
Je nach Dynastie wurde für die Zeichen eine andere Lesung übernommen.
Vielleicht solltest du einfach anfangen Chinesisch zu lernen, damit du verstehst, was ich meine.
Bastian hat Folgendes geschrieben:
Dieses kann man mal "kô", mal "gyô" oder auch mal "an" lesen. Die Lesungen kann man alle aus dem Chinesischen ableiten, nur weiß man eben selten, welche davon - je nach Einzelfall - die richtige ist.
Das ist ja nicht bei allen Zeichen so. Und selbst bei denen das so ist, wie du beschreibst, bleibt immer noch die Lernstütze.
Ich musste das japanische Wort für "Botschaft" z. B. nur einmal hören und dann saß die Vokabel (wahrscheinlich für immer), da ich den chin. Begriff dafür bereits kannte.
Ich habe dafür zugegebenermaßen ein echtes Problem mit Kun-Lesungen zu merken.
Bastian hat Folgendes geschrieben:
Und dann kommen da ja noch die tollen Bedeutungswandlungen dazu, bspl. "tagami".
手紙? Brief auf Japanisch, Klopapier auf Chinesisch, der Klassiker.
Ist wohl den 1% zugehörig, die sehr unterschiedliche Bedeutungen haben. Aber selbst dann musste ich die Zeichen dafür nur einmal lernen und nicht für beide Sprachen zweimal.
Die aller meisten Komposita sind im Chinesischen und Japanisch gleich oder fast gleich (sie werden meist in unterschiedlichen Situationen verwendet, deswegen fliege ich mit Kanji im Japanischen besonders schnell auf die Nase, weil ich davon ausgehe, dass sie im Japanischen genauso verwendet werden, stimmt oft nicht, aber ist noch weit besser, als würde ich sie gar nicht kennen).
_________________ Meine persönliche Stärke ist die Sozialkompetenz
wow da hat sich hier ja ein richtiger kampf entwickelt
und weil sich hier keiner wirklich einig ist, ist mir immer noch nicht klar inwiefern sich die Schrift/Aussprache der japanischen und chinesischen Sprache ergänzen. Vielleicht (um eure Kompetenz zu checken) könnt ihr mal erzählen was ihr studiert habt oder wie lange ihr in Japan/China lebt bzw ihr natives seid.
Vielleicht (um eure Kompetenz zu checken) könnt ihr mal erzählen was ihr studiert habt oder wie lange ihr in Japan/China lebt bzw ihr natives seid.
Dazu gibt es schon genug Threads hier.
Bisher hab ich mich zurueckgehalten, jetzt muss ich mal was sagen.
Erst einmal muss man nicht Japanologie studieren, um Moench zu werden. Geh einfach mal in den Antaiji un d guck, ob das wirklich was fuer dich ist.
Du solltest dir auch dareber im Klaren sein, dass es verschiedene Auslegungen des Buddhismus gibt, man muss also auch nicht direkt in ein Zen-Kloster gehen.
Wenn dich der Buddhismus interessiert, kann ich dir die Uni Bochum empfehlen, da macht Hans-Martin Kraemer gerade ein Projekt,welches sich mit dem Thema beschaeftigt, und Stefan Koeck hat auch eine Menge Ahnung von dem Thema.
Schon alleine dieser ganze Heckmeck Japan/China/Zen/Tao, das sind alles voellig verschiedene Dinge, und bloss weil du zuhause mal 15min Zazen machst und ein Buch gelesen hast, willst du jetzt Moench werden?
Ich kenne mehrere buddhistische Moenche, sowohl Deutsche als auch Japaner und dazu gehoert eine Menge mehr. Werd' dir erst mal klar darueber, was du ueberhaupt willst und warum.
_________________ In Japan ist alles anders, egal was!
Eigentlich bin ich süß und blond (mit Sixpack) und sitze nackt vorm Laptop!
Erst einmal muss man nicht Japanologie studieren, um Moench zu werden. Geh einfach mal in den Antaiji un d guck, ob das wirklich was fuer dich ist.
sehr zeitaufwendig und kostenspielig nach Japan zu fliegen nur um zu gucken ob es dort gefällt ist etwas riskant und deswegen möchte ich erst studieren um einen guten Überblick zu bekommen
Zitat:
Schon alleine dieser ganze Heckmeck Japan/China/Zen/Tao, das sind alles voellig verschiedene Dinge, und bloss weil du zuhause mal 15min Zazen machst und ein Buch gelesen hast, willst du jetzt Moench werden?
Zazen hab ich noch nicht wirklich geübt(nur den Lotussitz).momentan beschäftige ich mich mehr mit der theorie. Zum seriösen Ausüben des Zazen braucht man jemanden der sich damit auskennt und der zeigt wie man richtig atmen und sitzen muss. deswegen bin ich grad auf der Suche nach Zen-Klostern in Deutschland. Leider sind diese auch nicht sehr günstig
sehr zeitaufwendig und kostenspielig nach Japan zu fliegen nur um zu gucken ob es dort gefällt ist etwas riskant und deswegen möchte ich erst studieren um einen guten Überblick zu bekommen
Totaler Bullshit.
10 Semester a 500 Euro Studiengebuehren plus Semestergebuehren plus Lebensunterhalt wird um einiges teurer als mal fuer 2 Wochen nach Japan zu fliegen um sich daruerb klar zu werden, ob man den Rest seines Lebens in einem Kloster verbringen will
Zitat:
Zazen hab ich noch nicht wirklich geübt(nur den Lotussitz).momentan beschäftige ich mich mehr mit der theorie. Zum seriösen Ausüben des Zazen braucht man jemanden der sich damit auskennt und der zeigt wie man richtig atmen und sitzen muss. deswegen bin ich grad auf der Suche nach Zen-Klostern in Deutschland. Leider sind diese auch nicht sehr günstig
Auch totaler Quatsch. Du hast nicht die geringste Ahnung, willst aber Moench werden??
Erstens sind die meisten Zazen-Gruppen umsonst, was Geld kostet ist eventuell ein mehrere Wochen dauerndes Sesshin, bei dem Uebernachtung und Essen inbegriffen sind.
Sag mir mal, wo du wohnst, dann guck ich, was es in deiner Umgebung gibt.
Die Theorie kannst du vergessen, Zazen ist PRAXIS.
Dazu kommt noch, das Zen in Deutschland und Zen in Japan vollkommen andere Dinge sind, in Japan ist das ein Beruf, der sich gar nicht so gross von anderen Berufen unterscheidet, so traurig das jetzt fuer dich klingen mag.
Das Leben im Kloster dagegen ist in Japan extrem hart, und mal von den "Abenteuer-Ferien-Moenchen" im Antaiji abgesehen wirst du als Auslaender sowieso niemals in ein japanisches Kloster kommen, wenn du keine persoenlichen Fuersprecher hast.
Guck dir mal eine Zazen-Gruppe in deiner Stadt oder in der Naehe an, dann mach mal einen Urlaub in Japan, und besuch dabei einen Tempel und lass dir was erklaeren.
_________________ In Japan ist alles anders, egal was!
Eigentlich bin ich süß und blond (mit Sixpack) und sitze nackt vorm Laptop!
Ich bin Moench im Tenryuuji-Tempel in Kyoto und ich moechte dir erst einmal einen Hinweis fuer Anfaenger geben:
Wer ein Moench werden moechte, muss sich erst mal eine Glatze rasieren und dann sechs Punkte (schwarz) aud den Kopf malen. Das kannst du auch als Anfaenger schon machen. Wenn du dann weiter aufsteigst in deinem Rang als Moench werden die Punkte weniger.
_________________ In einem frueheren Leben war ich ein Ninja!
Auch totaler Quatsch. Du hast nicht die geringste Ahnung, willst aber Moench werden??
Zitat:
Totaler Bullshit.
pass mal auf deine wortwahl auf. ich bitte hier um ratschläge und nicht um deine polemische meinung!
Zitat:
10 Semester a 500 Euro Studiengebuehren plus Semestergebuehren plus Lebensunterhalt wird um einiges teurer als mal fuer 2 Wochen nach Japan zu fliegen um sich daruerb klar zu werden, ob man den Rest seines Lebens in einem Kloster verbringen will
es mag wahr sein, dass ein studium insgesamt teurer ist, jedoch bin ich mir noch nicht sicher ob ich schon bereit bin 500 - 1000 euro für eine kurze reise auszugeben. und wenn mein wunsch danach unverändert bleibt so bliebe mir weniger geld das ich für das studium bräuchte.
Zitat:
Sag mir mal, wo du wohnst, dann guck ich, was es in deiner Umgebung gibt.
Ich wohne in Niedersachsen. die enfernung zu einem zen-kloster in deutschland spielt für mich eine nebensächliche rolle da ich neben schule und arbeit wenig zeit für zazen finde und mir hierfür die ferien als zuflucht nehmen werde.
Zitat:
Dazu kommt noch, das Zen in Deutschland und Zen in Japan vollkommen andere Dinge sind, in Japan ist das ein Beruf, der sich gar nicht so gross von anderen Berufen unterscheidet, so traurig das jetzt fuer dich klingen mag.
das ist mir klar, jedoch möchte ich auch noch was in der tasche haben für den fall dass ich nicht mein ganzes leben in einem kloster verbringen werde um mir im notfall noch eine andere zukunft aufbauen zu können. schliesslich (so habe ich gehört) gehen viele ins kloster weil sie keine andere wahl haben.
http://www.zenkloster-in-liebenau.de/unser_Angebot.htm hier ein zen-kloster in meiner nähe. Nach einer Anfrage erhielt ich folgendes Angebot in dem unter anderem folgendes stand:
Die Einweisung wie auch die Teilnahme an einem japanischen Wochenende,
dauert ca. zwei Tage und koste EURO 250,00 pro Person. Z.B. Freitag
Nachmittag bis Sonntag Nachmittag. 2 Übernachtungen und 2 1/2 Tage
Einführung
In dieser Pauschale sind natürlich die täglichen Meditationsübungen und
die Teilnahme an unserem Leben im ZEN-Kloster hier in Liebenau
enthalten.
Alle zusätzlichen Angebote, wie TAI CHI, Informationen über japanische
Gartengestaltung, Bonsai-Gestaltung und -Pflege, japanisch-asiatisches
Kochen, und das Leben in ZEN-Klöstern in Japan, sind freiwillig und auch
kostenlos.
Die Preise sind reine Gebühren für die Hauptseminare.
Für sonstige, aufgeführten Unterrichtungen, Übernachtungen in den
Räumlichkeiten des Schlosses, Essen und Getränke werden keine Kosten
berechnet.
Sie werden wie Freunde im Schloß angesehen und auch so behandelt.
Sie werden untergebracht in Einzelzimmern, in Doppelzimmern (Paare) oder
Gruppen in Mehrbettzimmern.
Die Gebühren müssen vor Beginn und Anreise im Voraus entrichtet worden
sein.
Aus organisatorischen Gründen kann eine Anmeldung ohne Vorauszahlung
nicht angenommen werden.
Die Reservierung einer Teilnahme richtet sich auch nach dem Zeitpunkt
der Zahlung der Seminargebühren.
Nach einem solchen Wochenende oder einem Einführungskurs haben wir uns
alle gegenseitig kennen gelernt und erfahren, ob es überhaupt möglich
oder erwünscht ist, den Aufenthalt hier im Kloster fortzuführen.
Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir uns das Recht vorbehalten
wollen, dann auch eine Verlängerung des Aufenthaltes abzulehnen, aus
welchen Gründen auch immer.
Sollten dann Menschen nach dem Einführungskurs länger bleiben wollen und
können, so bitten wir nochmals um eine weitere Seminargebühr von 40,00
EURO pro Tag, aber nur bis zu einer Woche, also maximal 280,00 EURO.
Da Sie dann im Kloster integriert sind, und wir uns nicht mehr so
intensiv wie am Anfang um Sie kümmern müssen, sind dann prinzipiell alle
weiteren Aufenthalte nach der ersten Einführungswoche kostenlos,
unabhängig wie lange diese dauern.
Das gilt auch für spätere Besuche, die dann auch kostenlos sein werden.
Selbstverständlich nehmen wir von Menschen, die sich das gut leisten
können, gerne Spenden in jeglicher Höhe an, also freiwillige Hilfen, die
dazu dienen, das Kloster zu unterhalten und anderen Menschen, die
keinerlei Seminargebühren bezahlen können, einen kostenlosen Aufenthalt
zu ermöglichen.
Sollten Sie für länger als eine Woche am Klosterleben teilnehmen wollen,
so nehmen Sie mit uns Kontakt auf und wir besprechen die Bedingungen
ganz persönlich.
Ebenso bitten wir Sie, wenn Sie finanziell nicht in der Lage sind, unser
Kloster auf diese Weise zu unterstützen, aber dennoch aufrichtiges und
ernsthaftes Interesse am Leben im Kloster haben, sich mit uns in
Verbindung zu setzen. Es bestehen auch andere Möglichkeiten, die wir
gerne mit Ihnen persönlich besprechen.
Zitat:
Ich bin Moench im Tenryuuji-Tempel in Kyoto und ich moechte dir erst einmal einen Hinweis fuer Anfaenger geben:
Wer ein Moench werden moechte, muss sich erst mal eine Glatze rasieren und dann sechs Punkte (schwarz) aud den Kopf malen. Das kannst du auch als Anfaenger schon machen. Wenn du dann weiter aufsteigst in deinem Rang als Moench werden die Punkte weniger.
danke für den Tipp. eine glatze hab ich mir bereits rasiert aber die punkte mal ich mir erst auf wenn ich eines tages ein mönch bin. vorher wäre das finde ich respektlos gegen den mönchen gegenüber weil ich mönche auch sehr respektiere und wenn ich jetzt schon so rumlaufen würde wie sie dann wäre das nicht richtig. alles zu seiner zeit
Ich wohne in Niedersachsen. die enfernung zu einem zen-kloster in deutschland spielt für mich eine nebensächliche rolle da ich neben schule und arbeit wenig zeit für zazen finde und mir hierfür die ferien als zuflucht nehmen werde.
Ok, alles klar.
Das war's dann von mir zu diesem Thema.
_________________ In Japan ist alles anders, egal was!
Eigentlich bin ich süß und blond (mit Sixpack) und sitze nackt vorm Laptop!
Anmeldedatum: 22.04.2009 Beiträge: 357 Wohnort: Tokyo, Japan
Verfasst am: 12.02.2010 - 02:18:57 Titel:
Die Geschichte erinnert mich an unseren Nachbarsjungen, der immer 'militaer-begeistert' war und sogar Offizier werden wollte. Bis er dann mit 18 tatsaechlich bei der Bundeswehr war und dann den Alltag kennengelernt hat. Er war dann froh, dass er nach 9 Monaten wieder wegkam.
Also : Setz Dich wirklich mal fuer eine Woche ins Kloster. Das kann auch ein christliches Kloster sein.
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Japanologie/Sinologie und dann Mönch werden
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