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| Autor: Ralferly | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
GrundlegendesIm Japanischen besteht jede Silbe aus einem der fünf Grundvokalen und (sofern es nicht einer dieser Vokale ist) aus einem vorangehenden Konsonant. Nur der Konsonant ん (n oder m) kommt ohne eines Vokales aus, dafür jedoch kann diese Silbe niemals an einem Wortanfang stehen.
Grundsätzlich werden die Silben so gelesen, wie sie geschrieben stehen. Also z.B. ein えい (e i) wird nicht wie das deutsche Wort „Ei“, sondern eher wie ein „ey“ gesprochen. Mehr davon in den nächsten Abschnitten. Weiche Laute, harte LauteAus den Grundsilben oben lassen sich noch weitere, harte und weiche Laute bilden. So werden die Silben der k-, s-, t- und h- Zeile mit einem „Doppelstichchen“ zu sogenannten „getrübten Lauten“. Auch wenn es in der romanisierten Umschrift nicht ganz deutlich wird, werden diese Laute wesentlich weicher ausgesprochen, als die ursprünglichen, ungetrübten Laute. か ka →が ga き ki →ぎ gi く ku →ぐ gu け ke →げ ge こ ko →ご go さ sa →ざ za し shi →じ ji す su →ず zu せ se →ぜ ze そ so →ぞ zo た ta →だ da ち chi →ぢ ji つ tsu →づ zu て te →でde と to →ど do は ha →ば ba ひ hi →び bi ふ fu →ぶ bu へ he →べbe ほ ho →ぼ bo Es fällt auf, dass die Lesung für じ und ぢ, sowie für ず und づ gleich sind. Das ist auch in der Realität so. Um die Silben jedoch richtig z.B. im Computer eingeben zu können, nutzt man dann ein anderes Romanisierungssystem (Nipponshiki), in dem die Silben mit „zi“ und „di“, bzw. mit „zu“ und „du“ romanisiert werden. Anderseits werden lassen sich aber die Silben der h- Zeile auch durch einen „Kringel“ verhärtet, man spricht von „halb- getrübten Lauten“. Dies entspricht dann dem deutschen p- Lauten: は ha →ぱ pa ひ hi →ぴ pi ふ fu →ぷ pu へ he →ぺ pe ほ ho →ぽ po Verbundene Silben mittels ゃ, ゅ und ょDie Silben der i- Spalte, also き, ぎ, し, じ, ち, に, ひ, び, ぴ, み undり, können mit den Halbvokalen der y- Zeile zu einer Silbe verschmelzen, in dem eine kleingeschriebene y- Silbe angehängt wird. き wird きゃ・きゅ・きょ ぎ wird ぎゃ・ぎゅ・ぎょ き→きゃ・きゅ・きょ ぎ→ぎゃ・ぎゅ・ぎょ し→しゃ・しゅ・しょ じ→じゃ・じゅ・じょ ち→ちゃ・ちゅ・ちょ ぢ→ぢゃ・ぢゅ・ぢょ に→にゃ・にゅ・にょ ひ→ひゃ・ひゅ・ひょ び→びゃ・びゅ・びょ ぴ→ぴゃ・ぴゅ・ぴょ み→みゃ・みゅ・みょ り→りゃ・りゅ・りょ Bei der Lesung einer solchen verschmolzenen Silbe tritt an die Stelle des i der vorangehenden Silbe nun der y- Halbvokal: Aus „mi ya“ wird „mya“ aus „bi yo“ wird „byo“ und so weiter. Beispiele: びよういん(美容院)der Schönheitssalon ↔ びょういん(病院)das Krankenhaus ひやく(飛躍)der Schwung ↔ ひゃく(百)hundert じゆう(自由)die Freiheit ↔ じゅう(十)zehn Nun, wo wir alle Laute kennen, schauen wir uns die Art und Weise des Lesens und Sprechens etwas genauer an: Länge der Silben beim Sprechen, lange Vokale, das kleine っIm Japanischen werden alle Silben (auch die verbundenen) jeweils gleich lang gelesen. Wenn jetzt zum Beispiel die Sprechlänge der Silbe あ anschaut, so muss die selbe- auch wenn mit einem Atem gesprochen- bei dem „Wort“ ああ doppelt so lang sein. Man kann also von „Zeiteinheiten“ sprechen, wobei jeder Silbe (oder kombinierten Silbe) genau eine solche „Zeiteinheit“ zugeordnet werden kann. Lange Vokale können also zustande kommen, in dem auf eine Silbe derselbe oder ein gleich klingender Vokal angehängt ist, also wenn auf
Einige Beispiele für lange und normal lange Vokale: おばさん(叔母さん)die Tante ↔ おばあさん(お祖母さん)die Großmutter おじさん(叔父さん)der Onkel ↔ おじいさん(お祖父さん)der Großvater ゆき(雪)der Schnee ↔ ゆうき(勇気)der Mut とる(取る)nehmen ↔ とおる(通る)vorüber gehen, passieren え(絵)das Bild ↔ ええ informelles "ja" In einigen Romanisierungsarten werden die langen Vokale o und u durch ein Makron über dem Buchstaben (ō und ū) ausgedrückt. Etwas Ähnliches kann auch mit Konsonanten geschehen: Mittels eines kleinen つ (also:っ) wird der Konsonant der folgenden Silbe für eine Zeiteinheit gehalten- also quasi ein „Doppelkonsonant“. Im Deutschen entspricht dies in etwa den bekannten Doppelkonsonanten (wie z.B. in „Watte“), jedoch wird nicht der Vokal der vorangehenden Silbe kürzer gesprochen. Man spricht dabei von „gespannten Lauten“, hier reicht es, wenn wir wissen, was gemeint ist… ぶか(部下)der Untergeordnete ↔ ぶっか(物価)der Preis かさい(かさい)der Brand, das Feuer ↔ かっさい(喝采)der Beifall, der Applaus おと(音)der Ton, der Klang ↔ おっと(夫)der Ehemann Aussprache von んWie schon geschrieben, steht ん niemals am Anfang eines Wortes. Je nach dem, welcher Laut im Wort folgt, wird leicht verschieden ausgesprochen:
はんたい(反対)das Gegenteil, der Einspruch せんろ(線路)die Eisenbahnstrecke しんぶん(新聞)die Zeitung うんめい(運命)das Schicksal げんき(元気)die Gesundheit うんどう(運動)die Bewegung, der Sport みんな(皆)alle, jeder えんぴつ(鉛筆)der Bleistift てんき(天気)das Wetter けんがく(見学)die Besichtigung
Grund zur Beunruhigung jedoch gibt es nicht, die Aussprache des ん wird im allgemeinen nicht allzu eng gesehen. Mit der Zeit bekommt man auch ohne das Wissen die nötige Übung und das „feeling“ für diese Silbe. ;)
Aussprache von Silben der g-Zeile (が、ぎ、ぐ、げ、ご、ぎゃ…)Bei den Silbenlauten der g-Zeile kann man in letzter Zeit beobachten, dass diese unter Umständen und je nach Sprecher unterschiedlich eine nasale Verschleifung erhalten, etwa wie [ŋ] der Silbe ん. Dabei wird offensichtlich unterschieden, ob sich die Silbe am Anfang eines Wortes oder in diesem befindet. Es gibt Sprecher, bei denen man diese Verschleifung sowohl am Anfang, als auch in der Mitte hören kann, als auch Sprecher, die nur innerhalb eines Wortes die Silbe nasal verschleifen. Phonetischer Standard (und daran halten sich offensichtlich auch die meisten Sprecher) scheint jedoch nach wie vor eine konsequente klare und verschleifungsfreie Aussprache der g-Laute zu sein.
Auslassung der Vokale i und uUnter bestimmten Umständen werden die Vokale i und u verschluckt. Eine allgemeine Regel gibt es dafür allerdings nicht, aber das lernt man mit der Zeit. Akzent und CoJapanisch wird ziemlich gleichbleibend und entspannt gesprochen. Im Japanischen gibt es keinen Druckakzent („stress accent“) sowie keine absoluten Tonhöhen (wie im Chinesischen), sondern lediglich einige relative Tonhöhenunterschiede (zur Unterscheidung von Homonymen). Diese jedoch sind sehr stark vom Dialekt bzw. regional abhängig (und z.T. komplett entgegengesetzt), so dass man sich am besten den diesen Akzent durch Sprachpraxis aneignet. Auch wird diese Fähigkeit nicht unbedingt zum Verständnis oder des Sprechens unbedingt benötigt, sondern gehört auf in den Arbeitsbereich der Sprachprofis. Deshalb soll es auch hier uns erst einmal reichen, davon gehört zu haben. Zusammenfassung
Romanisierung(-sversuche)Neben dem schon angesprochenen Hepburn-System gibt es noch zwei weitere gebräuchliche Romanisierungen in Japan, das Kunreishiki- und das Nipponshiki System. Diese unterscheiden sich aber nur in einzelnen Details, so dass man keine Angst haben muss, jetzt noch neben den eigentlichen Buchstaben große Mühe in das Lernen der Romanisierung stecken zu müssen. Wichtig wäre allerdings zu sagen, dass in manchen Systemen lange Vokale, besonders „o“ und „u“ durch das Kennzeichnen mit einem Strich (Makron) oder einem Akzent über dem Buchstaben verlangen (also: „ō“ und „ū“ bzw. „ô“ und „û“), in anderen die Buchstaben ausgeschrieben werden (also „ou“ und „uu“). Letzter Variante wird vielfach in der EDV eingesetzt, z.B. bei der Eingabe von japanischen Zeichen. In allen Systemen werden Doppelkonsonanten (das kleine っ) durch eine doppelte Verwendung des Konsonanten dargestellt (かって wird „katte“ romanisiert). Viele Computersysteme bieten außerdem die Möglichkeit, weitere kleine Buchstaben zu setzen. Diese werden mit einem kleinen vorangestellten „x“ romanisiert (まぁ… ist also „maxa…“). Alle Hiraganasilben und deren Romanisierung sind im folgenden noch einmal zusammenfassend dargestellt: Gesamtübersicht der Hiragana-SilbenAlles in allem sieht das Ganze dann so aus. Sofern die Romanisierungen voneinander abweichen, sind alle Möglichkeiten (Hepburn/Kunreishiki/Nipponshiki) aufgeführt.
Lesen Sie weiter mit den Ausführungen zu den Katakana |
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