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| Autor: Song Jiang | |
| Montag, 2. November 2009 | |
Samurai-Filme sind keine Seltenheit des japanischen Kinos. Häufig handelt es sich aber um in Massen produzierte Fernsehfilme, die meist den üblichen Klischees entsprechen. Unter dieser Menge an Filmen finden sich jedoch auch Perlen, wie z.B. Akira Kurosawas Meisterwerk Sanjuro, welches auf dem Roman „Peaceful days“ von Shugoro Yamamoto basiert. Dieser Vorlage bediente sich auch der Regisseur Kihachi Okamoto bei seinem Film „Kill!“
Tatsuya Nakadai, ein herrenloser Samurai, der desillusioniert und vom Weg der Samurai enttäuscht als Vagabund sein Dasein fristet, trifft auf den Bauern Hanjiro, der, von seinem bisherigen Leben enttäuscht, Samurai werden möchte. Beide werden in ein Intrigenspiel eines Clans verwickelt, in dessen Verlauf sich beide scheinbar auf die gegnerischen Seiten schlagen. Ein hoher Beamter wird von sieben Samurai ermordet. Damit der Shogun keinen Verdacht schöpft, beschließen die Initiatoren, die flüchtigen Samurai unter dem Deckmantel einer Rebellion zu töten. Doch hierbei hat Genta, der von den Machenschaften der Samurai angewidert ist, noch nicht das letzte Wort gesprochen. Wie schon in der Verfilmung von Akira Kurosawa, behandelt der Film das Thema Samurai und was es bedeutet einer zu sein. Kill porträtiert, meist komisch und besonders von Tatsuya Nakadai hervorragend dargestellt, die Welt der Samurai. Der eine möchte keiner mehr sein und will sein altes Leben hinter sich lassen, der andere möchte unbedingt einer werden und dafür auch sein altes Leben hinter sich lassen. Diese verzwickte Lage führt zu einigen komischen Szenen und drückt dem Film den Stempel der Komödie auf. Dies trifft auch in gewissem Maße zu, aber wird nicht den herrlich inszenierten Intrigen und der grausamen Ausführung der Pläne der Strippenzieher gerecht.Kill! weiss zu fesseln und von dem ersten Aufeinandertreffen bis zum letzten Wiedersehen zu begeistern. Besonders Tatsuya Nakadai, der schon in anderen Meilensteinen des japanischen Kinos, wie Sanjuro und Yojimbo, mitgespielt hat, glänzt durch seine wundervolle Darbietung. Bei Nakadai ist es wie bei Mifune: Zuschauen macht einfach Spaß. Aber auch die anderen Darsteller wissen in ihren Rollen zu überzeugen. Nicht zu vergessen ist Yoshio Tsuchiya, der seinen tatsächlichen Vorfahren spielt. Der Schauplatz ist sehr gut gewählt und das Thema des vom Bürgerkrieg zerstörten Landes kommt sehr gut zur Geltung. Bild und TonDie Untertitel sind gut zu verfolgen und stimmen größtenteils mit dem O-Ton überein. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass es sich meistens um Männergespräche handelt und diese selten den Mund aufmachen, um zu sprechen. So bleibt es, wie in Samurai-Filmen üblich, eine Herausforderung, das Gesagte mit dem Übersetzten zu vergleichen. Kleine Schnitzer, die den Übersetzern passiert sind, kommen wohl eher davon, dass man den Untertitel möglichst synchron halten wollte und nicht von der mangelnden Kenntnis der Sprache. Da es sich hier um einen Film aus dem Jahre 1968 handelt, darf man, was Bild und Ton anbelangt, nicht zu viel erwarten. Man bekommt einen gut klingenden Schwarz-weiß-Film in DD 2.0 und 16:9 Widescreen serviert, der keinerlei Einbrüche in Bild und Klang zu verzeichnen hat. Und das ist für einen Film der über 40 Jahre alt ist auch vollkommen ausreichend. Ausstattung Hier muss der Fan klare Abstriche machen. Bei „Kill!“ findet man ausser ein paar Trailern aus dem Repertoire von Rapid Eye Movies und zu dem Film selbt nichts. Das Menü wirkt trocken und lieblos. Hier wäre viel mehr möglich gewesen, daher vergebe ich nur 1 von 5 Ausstattungssternchen. Fazit Wie Samurai wirklich sind versucht Genta zu vergessen und Hanjiro zu lernen. Hierbei geraten beide in eine Intrige, die selbst Genta nicht auf Anhieb erkennen kann. Kihachi Okamoto verwandelt den Stoff, der auch Kurosawas Film Sanjuro schon zu einem Meisterwerk machte, in einen herrlich amüsierenden und zugleich mitreißenden Trip in die grausame Welt der Machenschaften eines Samuraiclans. Mit Darstellern wie Tatsuya Nakadai und Etsushi Takahashi im Gepäck schaffte Okamoto einen Film, der bei weitem mehr Aufmerksamkeit verdient, als im bisher zuteil wurde. Mit einer absoluten Empfehlung an alle Fans des japanischen Films, vergebe ich an „Kill!“ die volle Punktzahl von 5 von 5 Filmsternen. Technische Daten Kill Originaltitel: 斬る (Kiru) Japan: 1968 Regie: Kihachi Okamoto Darsteller: Tatsuya Nakadai Etsushi Takahashi, Atsuo Nakamura Länge: 114 Minuten Format: PAL Audio: Japanisch DD2.0 Untertitel: Deutsch (optional) Region: RC2 Extras: Kinotrailer und Teaser Verpackung: Digipack im Pappschuber Vertrieb: Rapid Eye Movies FSK: ab 12 Jahren Preis: 18,95€ |
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Samurai-Filme sind keine Seltenheit des japanischen Kinos. Häufig handelt es sich aber um in Massen produzierte Fernsehfilme, die meist den üblichen Klischees entsprechen. Unter dieser Menge an Filmen finden sich jedoch auch Perlen, wie z.B. Akira Kurosawas Meisterwerk Sanjuro, welches auf dem Roman „Peaceful days“ von Shugoro Yamamoto basiert. Dieser Vorlage bediente sich auch der Regisseur Kihachi Okamoto bei seinem Film „Kill!“
Tatsuya Nakadai, ein herrenloser Samurai, der desillusioniert und vom Weg der Samurai enttäuscht als Vagabund sein Dasein fristet, trifft auf den Bauern Hanjiro, der, von seinem bisherigen Leben enttäuscht, Samurai werden möchte. Beide werden in ein Intrigenspiel eines Clans verwickelt, in dessen Verlauf sich beide scheinbar auf die gegnerischen Seiten schlagen. Ein hoher Beamter wird von sieben Samurai ermordet. Damit der Shogun keinen Verdacht schöpft, beschließen die Initiatoren, die flüchtigen Samurai unter dem Deckmantel einer Rebellion zu töten. Doch hierbei hat Genta, der von den Machenschaften der Samurai angewidert ist, noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Wie schon in der Verfilmung von Akira Kurosawa, behandelt der Film das Thema Samurai und was es bedeutet einer zu sein. Kill porträtiert, meist komisch und besonders von Tatsuya Nakadai hervorragend dargestellt, die Welt der Samurai. Der eine möchte keiner mehr sein und will sein altes Leben hinter sich lassen, der andere möchte unbedingt einer werden und dafür auch sein altes Leben hinter sich lassen. Diese verzwickte Lage führt zu einigen komischen Szenen und drückt dem Film den Stempel der Komödie auf. Dies trifft auch in gewissem Maße zu, aber wird nicht den herrlich inszenierten Intrigen und der grausamen Ausführung der Pläne der Strippenzieher gerecht.
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